Unperfekt – die Kolumne

Manchmal halte ich das perfekte Leben meiner Mitmenschen und meiner virtuellen Facebook-Freunde kaum mehr aus. Wieso schaffe ich es nicht ein perfektes Leben zu führen? Ein Leben, das ich vorzeigen kann. Ein Leben, das ich in Bildern auf meiner Facebook-Seite präsentiere und ich dafür von anderen gefeiert werde. Ein Leben, das wie am Schnürchen verläuft: Abi, Ausbildung oder Studium, Job und Karriere, Mann und Kinder, Häuschen und Garten, Urlaub, Grillpartys und Kaffeeklatsch. Ich schaffe es ja noch nicht einmal die Wohnung immer und zu jedem Zeitpunkt in einem tipp-topp-paraten Zustand zu erhalten. Dann schaue ich mich in meinem (virtuellen) Umfeld um und es scheint so, als würden die anderen – vor allem Frauen – all das mit links schaffen.

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4 hartnäckige Mythen über Erziehung und wie wir diese entlarven

Auf dem Markt gibt es unendlich viele Erziehungstipps von Experten (oder von solchen, die sich dafür halten), es gibt ferner etliche Erziehungsratgeber oder auch unzählige Erziehungskurse. Es werden die besten wissenschaftlich getesteten Methoden erläutert, wie Kinder richtig erzogen werden und weshalb eine gute Erziehung so wichtig ist. Erziehung sei das A und O für eine gesunde Entwicklung. Kinder benötigen feste Strukturen, ansonsten machen sie was sie wollen und tanzen uns Erwachsenen auf der Nase herum. Wenn ich solche Sätze höre, dann schüttelt es mich und ich atme tief ein und aus. Schließlich denke ich an die Pinguine des Filmes Madagaskar und sage mir: Einfach nur lächeln und winken.

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Kindheit heute – Zwischen zwei Welten

Tagein tagaus hetzen wir durch unseren Alltag. Alles was wir tun ist mehr oder weniger durchterminiert. Unerwartetes versetzt uns in Stress, der Zeitplan gerät durcheinander und wir müssen ihn neu organisieren. Auch die kleinen Menschen werden durchorganisiert, häufig bis ins kleinste Detail. Selbst die Entwicklungsschritte müssen planbar, voraussehbar, messbar und schließlich therapierbar sein. Anhand bestimmter Testverfahren wird die kindliche Entwicklung abgebildet und kategorisiert in „normal“ und „nicht normal“. Kinder, die in letztere Kategorie fallen, müssen selbstverständlich durch professionelle Hände wieder in die Spur gebracht werden.

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Menschen sind keine Maschinen – und das ist auch gut so!

Eigentlich sollte ich die Hausarbeit für die Uni schon längst geschrieben haben und eigentlich sollte ich bereits die nächste Aufgabe für das Forschungsprojekt bearbeiten. Doch ich sitze einfach nur da, starre den PC an und es gehen mir ständig andere Dinge durch den Kopf. Ich kann mich nicht konzentrieren, aber ich muss! Ich muss! Ich muss! Das ist die Stimme in meinem Kopf und ich würde ihr so gerne sagen „Halt jetzt endlich mal deine verdammte Klappe!“

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Eine bindungsorientierte Sichtweise auf Hass und Diskriminierung

Es scheint, als würde der Ton rauer werden. Die Ellbogen einer großen Mehrheit sind deutlich spürbar, denn das eigene ICH scheint in Gefahr zu sein. Nicht nur das Ich, sondern auch die eigenen Privilegien und Annehmlichkeiten scheinen gefährdet zu sein. So jedenfalls könnte man denken, wenn man hört, liest oder beobachtet, wie Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder anderen (äußeren) Merkmalen diskriminiert und systematisch ausgeschlossen werden. Ich habe mich gefragt, wie die Bindungstheorie dazu beitragen kann, ein respektvolles, demokratisches und friedvolles Miteinander zu leben?

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