Hört auf mit dem Bashing gegen Luisa Neubauer!

Kommentare 17

Eine junge Frau geht auf die Straße, sie kämpft für eine gute Sache, sie problematisiert politisches Vorgehen, sie fordert ein Umdenken, sie klärt auf und hat die Bewegung Fridays for Future – nach dem Vorbild der schwedischen Klimaaktivistin Greta Thunberg – initiiert. Sie hat eine Menge junger Leute erreicht, die gemeinsam mit ihr jeden Freitag auf die Straße, anstatt in die Schule oder in die Uni, gehen, um auf den Klimawandel mit seinen Folgen aufmerksam zu machen. All diese jungen Menschen möchten etwas in Bewegung bringen, einen Diskurs eröffnen, Veränderungen herbeiführen, weil sie verstanden haben, dass wir mit unserem einzigen Planeten so umgehen, als wären noch weitere Erden vorhanden.

Luisa Neubauer ist 22 Jahre alt, Studentin und mischt sich aktuell offensiv in die Klimaschutzdebatte ein. Und es scheint als gäbe es zwei Lager: Pro oder Contra Luisa. Mittlerweile ist sogar ein richtiges Bashing gegen Luisa im Netz entstanden – ähnliches gilt auch für Greta Thunberg. Der Vorwurf: Luisa sei eine „Vielfliegerin“ und daher unglaubwürdig in der Klimaschutzdebatte. Zugegeben, es ist durchaus legitim sich die Frage zu stellen, weshalb eine Klimaschützerin in den letzten drei Jahren um die halbe Welt fliegt und gleichzeitig ein Zeichen für ein Umdenken setzt. Doch das was aktuell an hasserfüllten Kommentaren im Netz zu lesen ist, ist keine legitime oder konstruktive Kritik mehr. Es sind bösartige Beleidigungen bis hin zu Drohungen, die gegen Luisa im Netz kursieren.

Beispiele aus Facebook:

„Dann soll sie erstmal ihre Langstreckenflüge einstellen und auf dem Bio-Bauernhof arbeiten. Kritik ist nicht gleich Hass, dass versteht das Blondchen anscheinend nicht.“

„Den Klimawandel stoppen die daran glauben, glauben auch an die Märchen der Gebrüder Grimm. Wenn Mutter Natur eine Warmzeit machen will, dann macht sie es. Die Menschen können sie daran nicht hindern. Da könnt ihr nächsten Freitag mit Greta Dummberg in Brüssel schreien was ihr wollt. Lernt lieber was fürs Leben, als solche sinnlosen Aktionen vom Stapel zu lassen.“

„Jemand, der um die ganze Welt fliegt, will einem der täglich zur Arbeit fährt, das Auto wegnehmen… mehr denken – weniger fliegen.“

Luisa Neubauer trifft anscheinend einen Nerv – und zwar vor allem bei älteren Herren. Ich möchte hiermit nicht alle Männer (höheren Alters) die gleiche Absicht unterstellen (das wäre zu kurz gedacht und nicht korrekt), doch ist es sehr eklatant, dass insbesondere diese Gruppe offensichtlich ein Problem mit Luisa bzw. mit jenen jungen Menschen hat, die freitags auf die Straße gehen um zu demonstrieren.

„Haha Selbst um die Welt reisen & dann auf Moralposten machen. Mädel, Deine Doppelmoral stinkt zum Himmel & ich werd mir bestimmt nicht für irgend etwas die Schuld von einer Rotzgöre zuweisen lassen. Die halb so jung ist, dafür aber mindestens 5x mehr Klimaschäden verursacht hat.“

Aber wie kommt es, dass Luisa Neubauer nicht nur Anerkennung und Zuspruch für ihre Bewegung erhält (ja, das bekommt sie glücklicherweise), sondern auch ganz viel Hass, Beleidigungen und Denunziationen erfährt? Was möchten diese Menschen mit solchen und ähnlichen Kommentaren erreichen? Und was sagen diese Kommentare über die Verfasser selbst aus?

Es fällt auf, dass keine sachliche Kritik geäußert wird, vielmehr wird der Mensch Luisa Neubauer zur Zielscheibe der Hater. Auf diese Weise soll versucht werden Luisa mundtot zu machen, sie einzuschüchtern, sie (wie ein kleines Kind) zurechtzuweisen, ja sie gar zu eliminieren mit dem Ziel, dass sie irgendwann von selbst aufgibt und womöglich noch sagt: „Ja, ihr alle meine Kritiker hattet recht. Nun bin ich wieder brav und gehe zurück zur Uni und halte meinen Mund.“

Aber das tut Luisa nicht! Sie geht weiterhin jeden Freitag auf die Straße, sie verschafft sich Gehör, sie geht ihren Weg und lässt sich eben nicht einschüchtern oder wie ein kleines Kind behandeln.

„Hallo Luisa, bitte geh doch wieder zur Schule. Auch du wirst irgendwann erwachsen. Dann darfst du dir dein Geld selbst verdienen. Geh doch in die Automobil Forschung & Entwicklung. Falls es dann noch Jobs dort gibt. Aber bis dahin, geh uns doch bitte nicht auf die Nerven und poste weiter Instagram Selfies von deinen Flugreisen.“

Luisa Neubauer ist jung, Studentin und eine Frau. Das sind gleich drei Gründe, weshalb man sie diskreditieren kann. Da fühlen sich womöglich einige (nicht alle!) Männer auf den Schlips getreten. Denn wie kann es sein, dass eine junge Studentin, dazu noch eine Frau (!), eine Botschaft öffentlich sendet und ja, sogar ein Umdenken einfordert? Wie kann es sein, dass ein junger Mensch sich so offensiv in die Politik – also in das überwiegende Metier der (älteren) Herren – einmischt? Muss da nicht eine Grenze gesetzt werden?

„Ach wie schön, jetzt will man auch noch eine deutsche Symbolfigur basteln. Ach, welch eine Überraschung, wieder eine Frau, diesmal sogar hübsch, ach wie praktisch, dann kann man jedem der das anerkennend erwähnt Sexismus und Reduzierung auf das Äußere vorwerfen.“

Der Ruf der Jugend war schon immer schlecht, zu allen Zeiten sind sie zu faul, zu frech oder zu ungehorsam. Heutzutage ist oft zu hören, die jungen Leute hängen nur an ihren Smartphones, spielen zu viel und zu lange mit ihrer Konsole (ausschließlich Ballerspiele, natürlich!) und engagieren sich nicht für gute Zwecke, sondern seien zu sehr mit sich selbst beschäftigt (weil sie ja nur Selfies machen und diese auf Instagram und Facebook posten). Dieses Bild ist in der Tat zu einseitig, denn wie wir ja alle sehen, sind aktuell sehr viele junge Menschen hoch engagiert. Sie gehen für eine Sache auf die Straße, die ihnen wirklich am Herzen liegt – weil sie ihre, ja unsere aller, Zukunft bedroht sehen.

„Erstmal das Smartphone in die Tonne, dann reden wir weiter! Die Ökobilanz dieser Teile ist nämlich erschreckend.“

„Klimawandel ist genauso alt wie die Erde und der Kindergarten möchte es ändern.“

„Unmöglich das hier Kinder vor den Karren gespannt werden. Und sie fühlt sich erwachsen und wichtig. Geh in die Schule und lern das Leben erstmal kennen.“

„Hallo Luisa, bitte nutze dein Handy, Computer nur noch für den Notfall. Den die Stromproduktion produziert sehr viel CO2. Lass dich nicht mehr zur Schule fahren von Mama. Werfe kein Essen weg. Kaufe nicht ständig neue Kleidung um hip zu sein. Luisa sei ein Vorbild für Erwachsene. Kleidung nur noch Secondhand sowie Möbel usw. Nutze kein Waschmittel mit grünen, blauen oder roten Kügelchen. Gelangen ins Wasser und in den Nahrungkreislauf. WORTE NIX ALS WORTE. ANKLAGEN KANN JEDER. TUN IST WICHTIG IM PRIVATEN BEREICH.“

Ja, es ist ein leichtes auf Verhaltensweisen hinzuweisen, die – wie natürlich jeder weiß –klimaschädlich sind. Und so wird Luisa für einige Menschen (auch Frauen zählen dazu!) zu einer Hassfigur, weil sie Dinge sagt, die wehtun, die ein Umdenken erfordern (raus aus der Komfortzone), aber selbst dabei ein Mensch ist. Luisa darf also erst dann Kritik äußern und wird erst dann (vielleicht) gehört, wenn sie selbst eine weiße Weste hat. Sie muss schließlich als Vorbild für alle dienen und uns zeigen, wie es geht: Sie muss sich gefälligst konsequent vegan ernähren, sie darf kein Smartphone sowie Auto benutzen, keine neue Kleidung kaufen, sollte das Essen selbst anpflanzen und eigenen Strom erzeugen – also kurz, sie muss fernab von der Zivilisation leben. Und ganz wichtig: Sie darf bloß nicht fliegen! Ja, erst dann könnte sich Luisa als Klimaschützerin etablieren, weil sie ja ansonsten angreifbar sei und man würde sie nicht ernst nehmen. Diese Denke dient als Legitimationsgrundlage um gegen Luisa Neubauer vorzugehen.

„Die kleine Luisa sollte erst mal mit bestem Beispiel vorangehen und auf die digitalen Annehmlichkeiten wie Smartphone, Tablet und co. verzichten, denn wenn Sie öfter in der Schule wäre, statt auf der Straße rumzulungern, dann wüßte Sie um die enorme Umwelt- Klimabelastung beim Abbau der Rohstoffe und der Herstellung dieser Geräte, dummes, kleines Gör.“

„Wieso sollte ich diese Nixwisserin in Sachen Klima, oder Greta ernst nehmen? Lernt erst.mal was, bevor ihr Stuß labert!“

„Mach erst einmal die Eierschalen hinder den Ohren weg und werde Erwachsen dann kannste mitreden.“

Leider werden junge Menschen nach wie vor (noch) nicht von allen gleichermaßen ernst genommen und als gleichwertige Gesprächspartner respektiert. Junge Menschen, dazu noch weiblichen Geschlechts, erfahren noch immer öffentliche und gesellschaftliche Ausgrenzung sowie Diskriminierung. Auch das Patriachart scheinen wir offensichtlich nicht überwunden zu haben. All diese Kommentare sind Beispiele hierfür.

„Noch so eine Umwelt-Grete, die gerne auf Papas Geldbeutel um die Welt jettet und den Erwachsenen diese dann erklären will. Geh, sorg für dich selbst, schaffe etwas von Substanz in deinem Leben und wenn du dann auf eigenen Beinen stehst, nicht von Transferleistungen (öffentlicher Dienst, Abgeordnete der Grüninnen, o.Ä.) lebst, deine Kinder gross ziehst, dann, erst dann, darfst du mich ansprechen.“

Anstatt sich konstruktiv mit Luisa Neubauer und der Bewegung Fridays for Future auseinanderzusetzen, sowie mit den jungen Menschen in einen echten Diskurs zu gehen, Argumente hervorzubringen und sich ernsthaft für das Anliegen dieser Generation zu interessieren, findet hier im Gegenteil eine Welle an Erniedrigung und Verachtung statt. Eine ganze Generation wird für unfähig degradiert und nicht vollständig oder in einer angemessenen Weise wahr- und ernstgenommen. Luisa Neubauer ist eine von ihnen, die das zu spüren bekommt.

Eine ehrliche, ernsthafte und konstruktive Auseinandersetzung würde jedoch bedeuten, dass Menschen auch über ihr eigenes Verhalten, ihre Privilegien und ihre Denkmuster reflektieren müssten. Es würde bedeuten, dass die Älteren von den Jüngeren etwas lernen könnten. Und es würde womöglich bedeuten, dass altbekannte und bis dato legitime Strukturen in Frage gestellt werden. Sich all dem zu stellen ist unbequem und schmerzhaft. Sich diesem Schmerz auszusetzen ist keine leichte Aufgabe und erfordert Mut, Mitgefühl und die Fähigkeit des Perspektivenwechsels. Häufig steht auch die Angst vor der Schuldfrage, die Angst vor der Anklage oder die Angst die eigene Identität zu gefährden, dahinter, weswegen sich Individuen nicht in eine aufrichtige Auseinandersetzung mit bestimmten Themen begeben wollen bzw. können.

Sobald Menschen keine sachlichen Argumente für eine durchaus legitime Kritik finden, greifen sie zu anderen Mitteln. Es werden Machtspielchen getrieben, um den vermeintlichen Gegner – in diesem Falle Luisa Neubauer – herabzusetzen, niederzumachen und klein zu halten. Man möchte sich auf diese Weise selbst erhöhen und die eigene Macht demonstrieren.

Luisa Neubauer, Greta Thunberg und all die anderen jungen Menschen, die ein politisches Standing haben, sich engagieren und mitreden wollen, verdienen unsere Wertschätzung und unseren Respekt. Sich öffentlich und klar zu positionieren benötigt Courage und ganz viel Vertrauen in das eigene Tun und das eigene Selbst. Und all die Hasskommentare, die im Netz verbreitet sind und werden, sagen nichts – aber auch rein gar nichts – über jene Menschen aus, an die sie adressiert werden. Sie sagen vielmehr etwas über die Hater selbst aus, nämlich, dass sie eigentlich nicht andere verachten und erniedrigen, sondern vielmehr sich selbst.

Um ehrlich zu sein: Ich hätte damals, mit 16 oder Anfang 20, nicht den Mut gehabt mich öffentlich zu positionieren. Daher bewundere ich den Mut und das Selbstvertrauen dieser jungen Leute und möchte sagen: Ihr seid wunderbar! Wir brauchen mehr von dieser Sorte Menschen, die eine reflektierte Meinung haben und die sich politisch äußern. Wir brauchen mehr Menschen, die sich für unsere Erde, für unsere Demokratie und für die Menschenwürde einsetzen und dabei auch laut sind – ganz egal welchen Alters. Und noch eine Sache: Eine klare Position in Bezug auf jedweder Art von Diskriminierung im Netz, in der Öffentlichkeit oder im Privaten ist wichtig. Denn, wer nichts macht oder nichts dagegen sagt, macht die Hater stärker und schwächt die Betroffenen. Daher sage ich in aller Deutlichkeit: Hört auf mit dem Bashing gegen Luisa Neubauer!

Kommentare 17

  1. pastafari 23. März 2019

    Lust an der Dummheit (Bert Brecht)
    Soso, es sind also ältere Herren, die sich an der Umwelt versündigen. Bekanntlich sind es alte weiße Männer, die Autorennen veranstalten, die Kurztrips nach Mallorca unternehmen und stundenlang stromfressend im Internet daddeln.
    Alte weiße Frauen und Männer heben die Umweltbewegungen gegründet, gegen Wyhl, Gorleben und Wackersdorf demonstriert. Und junge wei0e Frauen hängen den halben Tag an ihrem Handy bis das letzte Funkloch gestopft wird. Die Handymanie und das Internet gehören zu den größten Klimakillern. Bekanntlich alles alte weiße Männer.

    • Es ist interessant zu lesen das es Bashing ist sobald man auf Widersprüche zwischen dem was gesagt und dem was getan wird hinweißt . Das ist natürlich nicht gern gesehen. Es ist natürlich einfach von anderen etwas zu verlangen das man selber nicht auch konsequent einhält. AUch ist es einfach Forderungen zu stellen ohne darüber nach zu denken was für Konsequenzen es hätte wenn sie sofort umgesetzt werden würden. Aber das ist genau die gleiche Denkweise : Nach mir die Sintflut. Was gehen mich die an die ihre Jobs verlieren. Und auch was mit Millionen Tieren passieren soll falls auf einmal alle kein Fleisch mehr Essen ? Und man könnte noch viele Dinge aufzählen.

  2. Bitte weiterleiten an Luisa Neubauer!

    Liebe Luisa Neubauer,
    gestern bei Plasberg waren Sie zusammen mit Markus Lanz ein Lichtblick. Wie Sie es mit dem arroganten Ulf Poschard ausgehalten haben. Respekt. Zu meiner Person, ich heisse Fritz Müller,
    bin 61 Jahre alt, habe eine Tochter und drei Enkel. Seit ca. 25 Jahren kämpfe ich für eine CO2-freie Energiewirtschaft. Ich bin ehrenamtlich für die DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.) als Sektionsleiter Nord-Württemberg-Stuttgart tätig.
    Nehmen Sie Prof. Volker Quaschning (Er ist mein großes Vorbild) und Prof. Timo Leukefeld zu Hilfe. . Es geht darum den Leuten nicht zu erklären auf was sie verzichten müssen, sondern zu zeigen, daß man durch Energiewende auch intelligent Energie „verschwenden“ kann . Die Sonne schickt uns die Energie kostenlos und praktisch unerschöpflich auf die Erde. Machen Sie auch bei den Grünen Druck. Die sind auch viel zu behäbig, deshalb ich auch den Grünen meine Stimme verweigert. Wir haben keine Zeit mehr. Das EEG muss wieder so verändert werden, dass es seinem ursprüchlichen Zweck dient. Ich baue PV-Anlagen mit Stromkosten von 4-5 Cent. Gabriels „Sonnensteuer“ und die Hemmnisse für einen planbaren schnellen Ausbau von Wind- und Sonnenenergie müssen wieder weg. Zeigen Sie den Schülern, daß die Energiewende im Endeffekt fast nichts kostet. Wir aber jährlich 100 MRD € nach Arabien (Öl), Russland (Gas), Südafrika (Steinkohle) und Australien (Uran) überweisen und auch bestehende Kraftwerke noch viel Geld kosten. Machen Sie die Grünen wieder richtig wählbar für uns Sonnenkämpfer.
    Ich bin glücklich, daß es endlich wieder eine Generation gibt, die sich für die richtige Sache engagiert. Lassen Sie sich nicht beirren. Schicken Sie ihren Beleidigern einen schönen Gruß aus Jagsthausen – Goethes Götz.

    In diesem Sinne viel Kraft und alles Gute

    Fritz Müller
    Fachkraft für Solartechnik

  3. Sorry,

    aber die Kritik ist durchaus sachlich. Die Klimabilanz von Frau Neubauer ist erschreckend! Wenn jeder eine solche verursachen würde, bräuchten wir über Erderwärmung nicht mehr sprechen. Auch die Beschränkung auf nur noch 3 Flüge, …. ein Witz! Nur weil die Mitglieder und Wähler der Grünen gerne fliegen. Wenn jeder Deutsche 3 mal im Jahr fliegt, … ohne Worte!

    https://www.youtube.com/watch?v=NoB36JFN0WQ

  4. Auch in den Hasskommentaren steckt Wahrheit.

    Es ist unbestritten, dass die Social Media inzwischen weltweit mehr Strom verbraucht als Deutschland, gleiches gilt auch für die Herstellung der Smartphones.
    Eine deutliche Reduktion hätte einen sofortigen Effekt auf die CO2-Produktion. Dann ist es auch leichter die Kohlekraftwerke abzuschalten.

    Es tut mir weh als eine Generation zu sehen, die gegen Gorleben demonstrierte, die gegen Schröder demonstrierte als er in Niedersachsen Lehrerstellen kürzen wollte, wie nun die Jugend Ihre Zukunft wegschmeisst, denn es ist ein Ammenmärchen, dass am Arbeitsmarkt die Jugend Forderungen stellen kann.

    Natürlich unterstütze ich die Idee, aber nicht das wie. Es werden Forderungen gestellt ohne Lösungen. Fordern kann man viel, aber das wie ist wichtig. Es muss dabei auch unangenehmes auf den Tisch.

    Bisher wird nichts getan und nur geredet. Wieso hat man nicht an der Holländischen Küste geholfen den Müll der havarierten Container einzusammeln, dieses ist aktiver Umweltschutz.

    Die Kritik mit den Langstreckenflügen, wird sich Luisa immer gefallen lassen müssen, da es ein Fakt ist. Hier hätte sie offensiv sagen müssen, es war ein Fehler. Jetzt die Fotos zu löschen führt genau dazu, dass man sich noch mehr angreifbar macht.

    Mir fehlt an der ganzen FFF-bewegung das Handeln. Wie wäre es denn einmal AKTIV anzufangen aufzuräumen und bei sich selber nachzudenken, was man tun kann. Selbst die Kleinigkeiten summieren sich dann zu einer Menge.

    Alternative Energien sind der Schritt, der sogar das Wohnen autark machen kann. Gleiches gilt für Elektromobilität, jedoch fehlt es hier an der Infrastruktur, die zu schleppend ausgebaut wird.

    Wirklich wichtig ist jedoch etwas anderes, das Bevölkerungswachstum. Dieses muss sofort gestoppt werdne und sogar reduziert werden. Es ermangelt schon jetzt an ausreichend Nahrung und je nach Studie ist die Welt in der Lage 4.5-6 Mrd. Menschen zu versorgen, dort sind wir drüber.
    Jedoch ist es politisch kaum oportun zu sagen, wir müssen das Kinder kriegen in bestimmten Regionen der Welt verbieten.

    Ich habe sicherlich mehr von der Welt als Luisa gesehen und auch unternehmerisch mehr erriecht als sie und trotzdem ökologischer gehandelt.

    für die FFF gilt, besser etwas tun als nur reden und streiken.

  5. @Tom

    Ich finde es interessant, wie sie der FFF-Bewegung viel Gerede aber Untätigkeit vorwerfen, während Sie gleichzeitig viel reden, aber offenbar keine Lösungen anzubieten haben. (Wie weniger Surfen im Internet dabei helfen soll Kohlekraftwerke abzuschalten, müssen Sie mir mal erklären. Klingt ja spannend.) Nebenbei auch gleich mal erwähnen, wie ach so tapfer Sie in Ihrer Zeit gewesen sind, wie um nochmal richtig zu unterstreichen, dass es Ihnen hier – wie schon die Autorin geschrieben hat – viel mehr um Selbstdarstellung geht, als um konstruktive Kritik, oder gar die Zukunft.

    Die heutige Jugend begreift – offenbar vel mehr als die frühere – dass das achso hoch gelobte „erstmal bei sich anfangen“ – der Grund ist, warum noch kein echter Erfolg in Sachen Klimawandel erzielt werden konnte. Nicht falsch verstehen: Es ist gut und richtig, im eigenen Hof für Ordnung zu schaffen. Aber die Umwelt rettet man dadurch nicht! Ich kann auf noch so viele Flugreisen verzichten, es wird nichts bringen, solange noch immer überall auf der Welt Kohlekraftwerke heißlaufen und Wolken von der Größe Deutschlands produzieren. Natürlich macht auch Kleinvieh mist, aber wie wär’s denn, wenn wir uns stattdessen mit dem Großvieh befassen, dass immerhin den Großteil des Schadens anrichtet?

    Mir ist klar, dass diese Denkweise Konterintuitiv klingt. Aber es ist nunmal schlichtweg eine Tatsache. Wir verlieren Zeit damit, uns gegenseitig der Heuchelei und mangelnder „Echtheit“ zu bezeichnen und darauf zu warten dass der perfekte Umweltschützer, mit einem CO2-Fußabdruck von gleich 0, kommt und wir es ihm endlich erlauben können, über Umweltschutz zu sprechen. So jemanden gibt es nicht und den muss es auch gar nicht geben. Wir müssen nicht krampfhaft uns selbst die Schuld geben, sondern viel weher Firmen und Gesetzgeber zur Verantwortung ziehen, denn es it DEREN Aufgabe. Ich seh nicht ein, warum ich auf’s Fliegen verzichten muss, nur weil Staat und Fluglinien zu geizig sind, effizientere Flieher und Biotreibstoffe zu fördern, Technologien, die sehr wohl existieren. Daher sollten wir unsere Zeit nicht mit halblauten Boykotten verschwenden, umd uns dann einbilden, achso viel für die Natur zu tun, sondern uns viel eher organisieren, um Systeme, die größer sind als wir, dazu bringen, ihr Verhalten nachhaltig zu verändern, sonst kommen wir nie zu Potte. Und genau das versuchen Luisa und Greta und ihre Gleichgesinnten zu erreichen und schaffen damit mit Sicherheit mehr, als es ihre geschätzten Hasskommentare tun.

    Achja, und um darauf auch nochmal zu kommen: Nein, in Hasskommentaren steckt für gewöhnlich keine Wahrheit, denn sonst würden sie ihre Zeit nicht mit Hasskommentaren verschwenden, anstelle von intelligenten Kommentaren. Hass und Wahrheit scheinen eher sich gegenseitig auschließende Faktoren zu sein.

    • Lieber Chris
      Um im Internet zu surfen benutzen Sie einen Laptop oder Tablet usw.
      Dieses Gerät wird mit Strom betrieben.
      Kraftwerke produzieren Strom.
      Wenn Sie also aufs surfen verzichten würden und viele viele andere würden
      Ihrem guten Beispiel folgen müssten Kraftwerke wenige Strom produzieren.
      Damit wäre erklärt was das Internet mit Kraftwerken zu tun hat.
      Allein die Frage an Tom zeigt doch Ihre Inkompetenz in Sachen Klimaschutz.
      Und an welcher Stelle ist der Beitrag von Tom ein Hasskommentar?
      Er hat nur stichhaltig kommentiert und Sie haben darauf mit den üblichen Floskeln
      und Hass reagiert.
      Ihr vor Hass triefender Angriff auf Tom ist kein Argument

  6. Ich denke diese FFF Bewegung hat da ziemlich viel auch selbst verbockt. Ich selbst bin ende 30, männlich und beschäftige mich selbst bereits seit 20 Jahren mit dem Klimawandel, bin auf Demos gegangen, fahre Öffis statt Auto sofern möglich, habe mir den Mund fusselig gerdet, bin oft dafür als „der ewige Pessimist“ belächelt wurden und nun stellen sich ein paar Kinder hin und denken sie haben den Aktionismus gegen Klimawandel erfunden.
    Vor allem dieses gebetsmühlenartige, angebliche Versagen der „älteren Generation“, stößt dabei sauer auf!
    Klar hätte unsere Generation mehr tun müssen, aber irgendwann holt die Menschen der Alltag ein und man findest sich plötzlich im Hamsterrad wieder – hat dann auch nicht viel mehr Zeit für das ein oder andere Lippenbekenntnis!
    Ich bin mal gespannt, wie die FFF-Generation in 5 bis 10 Jahren aussieht – wenn die Kinder dann selbst Kinder in dieser Welt großziehen müssen, wenn sie sich wirklich zwischen Job (und somit Essen und Windeln für die kleinen Scheißer) entscheiden müssen, genau dann können wir weiterreden. Denn leider ist es viel zu oft doch so: nicht du änderst das System – das System ändert dich!
    Dennoch finde ich es gut, was die jungen Menschen tun und es ist wichtig, aber bitte nicht so moralisieren, denn dann schaltet jeder auf Durchzug oder es werden sogar Aggressionen getriggert. Denn IHR seid mindestens so un perfekt wie eure Elterngeneration…

  7. Die Kritik an Luisa Neubauer ist durchaus berechtigt, ausser natürlich eindeutige Hasskommentare.Wer selbst zum Spass viel in der Welt herumfliegt, dies auf Instagramm und Co. auch noch intensiv zeigt, hat wenn er sich nicht radikal ändert, jede Glaubwürdigkeit verloren. Das ist die typische Wasserpredigen- und Weintrinken-Moral. Wenn man für etwas einsteht, muss man mit gutem Beispiel voran gehen und nicht von anderen fordern, was man selbst nicht einhält. Dazu kommt noch, dass Fr, Neubauer aus einer privilegierten Familie kommt und noch nie hart arbeiten musste und noch nichts im Leben geleistet hat.
    Ich stimme Tom vollkommen zu. Geredet wurde genug, aufs Handeln kommt es an.

  8. Dasbinich 27. Mai 2019

    Ich nehme nur einen kurzen Satz aus Ihrem Post. Sie sehen es nicht ein, aufs Fliegen zu verzichten, nur weil Firmen und Staat zu geizig seien, effizientere Flieger und umweltfreundliche Treibstoffe zu entwickeln.
    Die Argumentation ist völlig vom falschen Ende aufgezäumt. Wenn man diesen Punkt verändern möchte und die Firmen dazu zwingen möchte, MUSS man auf das Fliegen verzichten und darf nur zu Produkten greifen, welche die Kriterien erfüllen. Dazu eine Nachricht an die Firmen, warum man sich so entscheidet und wenn das dann jeder macht, wird sich ganz schnell etwas ändern. In unserem Wirtschaftssystem dienen Firmen am Ende (gerade die ganz großen) einzig und allein zur Gewinnerzielung. Und Gewinne kann man nur dann machen, wenn die Menschen Waren und Dienstleistungen kaufen. „Der Staat“ das sind wir alle. Das ist keine abstrakte Organisation. Sie ist am Ende auch von uns bestimmt. Solange wir gegen „die da oben“ wettern, wird es immer eine gegenseitige Distanzierung geben.
    Dem Artikel widerspreche ich in einem Punkt. Es geht nicht um die Diskreditierung von Menschen, welche sich für den Erhalt des derzeitigen Klimazustandes einsetzen. Es geht darum, daß jeder Mensch, will er andere führen und sie zu Veränderung bewegen möchte, mindestens stark versuchen MUSS, ein Vorbild zu sein. Und Vielflieger passt nicht zum Klimaschutz. Genauso wenig wie Fliegerei für „tolle Urlaube“. Das kann man als Fehler eingestehen, dann, ab dem Augenblick darauf verzichten. Ansonsten mache ich mich eben angreifbar, weil unglaubwürdig. Jeder darf dann prinzipiell nur das von anderen erwarten, was er selber mindestens sichtbar versucht zu leisten. Genauso wie die Freiheit des Einzelnen dort aufhört, wo die Freiheit des Anderen beginnt.

  9. Umweltmensch 17. Juni 2019

    Luisa scheint das Produkt von grünen Medienprofis zu sein. Wer ihre Kommentare auf Twitter verfolgt, der kann nur noch Hasskommentare gegen die etablierten Parteien lesen, vornehmlich gegen die CDU/CSU. Und das mittlerweile nur noch polemisch. Es ist keine Substanz mehr in ihren Kommentaren.
    Außerdem werden die eigenen Parteimitglieder, die ebenso viel Dreck am Stecken haben, überhaupt nicht kritisiert.
    Sorry, das ist das Niveau eines Kevin Kühnert von der SPD.
    Im übrigen ist Politik nicht nur Umweltschutz. Drehst Du an einer Stelle, dann macht man an einer anderen Stelle vielleicht mehr kaputt, als man durch den Umweltschutz gewinnt. Wenn mir die Mittel für Forschung und Entwicklung fehlen, können keine umweltfreundlichen Produkte erforscht werden.
    Sie ist aber auch clever. Denn mit der Medienpräsenz steigert sie ihren Marktwert bei Vorträgen und Podiumsdiskussionen.
    Aber in der Tat sind hier im Forum auch einige Ansätze, die ich richtig finde. Muss nicht etwas gegen den Anstieg der Weltbevölkerung unternommen werden. Kann die Welt 10 Mrd. Menschen verkraften?
    Wäre es nicht sinnvoller hier gegenzusteuern, damit die Menschen die auf dieser Welt bereits leben, ein besseres Leben haben? Ohne Hungersnot, mit Lebensqualität.
    Luisa kennt den Vorstandssprecher der GLS Bank. Die Bewegung FfF/PfF/Artist fF (letztere ist meiner Meinung richtig verlogen, weil sie selbst den größten ökologischen Fussabdruck hat – aber lassen wir das) hat Tausende Anhänger. Wenn alle in einen Fond einzahlen (finanziert durch die KfW/GLS), dann kann eine Photovoltaikanlage oder ein Windrad gebaut werden. Nebeneffekt: Aktiver Klimaschutz und nicht noch höhere Klimabelastung durch die permanenten Reisen zu den Demos.
    Und jetzt noch eine Frage an die Klimaprofis. In den 80er/90er Jahren war das Waldsterben ein Thema. Das scheint sich doch auch einiges positiv entwickelt zu haben. Gleiches gilt für das Ozonloch. Und das mit oder trotz der Politik.
    Und nun zu meiner Vita: Männlich, 65 Jahre, 49 Arbeitsjahre, 1 Flugreise bisher, max. 1 Urlaubsreise mit dem Auto im Jahr, 1 Photovoltaikanlage, 1 thermisch Solaranlage, Zig Büsche und Bäume, aber Fleischesser. Und nicht gewillt, sich einen Klimawandel von Greta, Luisa oder den Grünen in die Schuhe schieben zu lassen. Da muss jeder vor seiner eigenen Haustüre kehren.

  10. Hallo,

    Hasst du vieleicht Screenshots von deen Beispiel Kommentaren? Würde si gerne für eine Arbeit benutzen.

  11. Laurenzerl 11. Juli 2019

    Ich finde die Bewegung von F4F sehr gut und begrüße sie vom Herzen, ich bin 61 und denke, dass sie erstmal Sand ins Getriebe bringt und es dringend nötig ist, damit es nicht so weiter geht bis jetzt. Und das Problem liegt daran, dass viele noch nicht verstanden haben, dass es nicht so weiter gehen kann. Und viele wollen natürlich auch nix an ihrem bisherigen Leben ändern.
    Ein junger Mensch vorzuwerfen, er würde zu viel um die Welt fliegen, wer kann sich das anmaßen? Weil wir es früher sorgenlos getan haben? Und wir sollten lieber unsere Aufmerksamkeit auf unsere Regierungschefs fokussieren, die sich einiges leisten in Sache Umweltverschmutzung (im Vergleich sind die Flüge von Luisa Neubauer wirklich Pipifax), von wegen hier ein Gipfel, da ein Besuch, hier noch ein Treffen und so weiter und sofort… das sind diejenigen, die mit gutem Beispiel voran gehen sollten!
    Außerdem sind diese jungen Leute keine Zauberer/Innen. Aber erstmal rütteln sie auf. Und das gefällt mir. Sehr sogar.

    • Matthias 23. Juli 2019

      Aha, also „fokussieren wir mal unsere Aufmerksamkeit auf die Regierungschefs“:
      Claudia Roth: Flug an die schönsten Stränden der Südsee im Frühjahr 2019, um die Höhe des Meeresspiegels zu „begutachten“.
      Robert Habeck: Ist mehrfach in der „Businessclass“ (2x soviel Co2 wie Economy) gesehen worden – Sebastian Kurz im Gegensatz fliegt seit Jahren fast nur Economy.
      Sigmar Gabriel als Umweltminister benutzte 2008 individuellen Regierungsjet:
      https://rp-online.de/politik/deutschland/der-oberste-klimaschuetzer-in-der-kritik_aid-11829173
      Also unsere Rot- Grünen Politiker lieben das Fliegen am meisten.
      Und mir (als 52 jähriger Mann, 27 Berufsjahre) sind die FfF Aktivisten sowas von Egal. Ich habe meine Schäfchen im trockenen und bekomme irgendwann meine Rente, die diese Truppe ganz sicher bezahlen wird.

  12. Thomas Heinrich 14. Juli 2019

    Nicht jede Kritik muss gleich das Label Hasskommentar aufgedrückt bekommen. Ich nehme mal eine Analogie. Wenn jemand als Kronzeuge auftritt, um bei der Aufarbeitung unerwünschten gesellschaftlichen Verhaltens mitzuarbeiten, an dem er/sie selbst vorher selbst beteiligt war, gibt es Strafmilderung aber nicht Straffreiheit: Konkret: Frau Neubauer hat in jungen Jahren, privilegiert, eine Lebensstil an den Tag gelegt mit einem ökologischen Fußabdruck, den ich mit über 50 Lebensjahren nicht erreicht habe. Nun findet sie das alles verwerflich, will anderen den Weg zur Arbeit (künftig) unmöglich machen, ist aber nicht bereit, auch nur eine Teil ihrer eigenen „Zeche“, die sie schon produziert hat zu bezahlen. Und anderen mit der Moralkeule kommen und behaupten, dass sie „super selten“ fliege. Stimmt mittlerweile, nur zuvor ist sie halt „exzessiv oft und lang und teuer“ geflogen. Das ist die uralte Geschichte mit dem Glashaus und den Steinen….und diesen Vorwurf muss sie sich gefallen lassen – so lange, bis sie nicht anfängt, durch eigene Arbeit, den Schaden zu beheben, den sie persönlich schon verursacht hat. Außerdem stellte sich Neubauer hinter die Wenn Sie die Forderung stellt, den Ausstoß von CO2 zu besteuern und sagt, es sei egal – Zitat: „Ob dies am Ende die Verbraucher, der Staat oder die Steuerzahler täten, sei Gestaltungsfrage.“ erhebt, möge Sie mir mal bitte erklären, worin der Unterschied zwischen Steuerzahler und Staat besteht….

  13. Wenn ich in online-Foren diese widerlichen, abfällige „Titel“ lese, die gewisse Schreiber den jungen Frauen verleihen, dann schäme ich mich fremd und bringe das auch zum Ausdruck! Von diesen Persone erwarte ich keine Einsicht, aber von den Mitlesenden! Dieser Hass darf gesellschaftlich nicht akzeptiert werden.

    Ich bin auch ein Mann und habe keine Angst vor engagierten jungen Frauen. Im Gegenteil. Luisa Neubauer und alle anderen junge Frauen machen mir Mut und Hoffnung! Frauen sind in unserer Gesellschaft zu still und unterrepräsentiert. Das Anliegen von FFF ist nicht nur berechtigt, sondern unglaublich wichtig. Wenn vermehrt junge Frauen jetzt ihren Einfluss geltend machen und nicht mehr still sind, dann ist das überfällig und ich hoffe, sie spüren ihren Einfluss und fühlen sich dadurch noch weiter bestärkt! Der Spalt in unserer Gesellschaft verläuft nicht durch die Mitte zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen der übergroßen Mehrheit von empathischen Menschen und wenigen, aber laustarken Hatern.

    Leider ist es so, dass viele Mädchen sich weniger zutrauen als die meisten Jungs. Das ist hauptsächlich erziehungsbedingt. Viele Männer (ich auch) habe wenig Selbstzweifel und viele Frauen zu viele. Ich habe schon oft darüber nachgedacht, dass man Dies und Das bei den Demos besser machen könnte („Mansplaining“). Aber wenn ich mir den Erfolg, das Durchhaltevermögen und die breite Basis ansehe, die diese jungen Menschen, darunter viele Mädchen, zustande bringen, dann halte ich ausnahmsweise den Mund. Denn besser als Neubauer und Co. könnte ich es niemals machen.

    Solange die Betroffenen Nachrichten bekommen, die ihnen Dank und Respekt aussprechen, und wenn sie diesen Dank auch bei den Demos spüren, dann werden sie sich auch durch Hass nicht von ihrem Engagement abbringen lassen. Da bin ich ganz sicher!

  14. Ralph Reemtsma 28. August 2019

    Wie gut, mit aufmerksamen und „gesunden“ Menschenverstand differenziert zu beobachten und zu kommentieren. Bescheiden und eben nicht anmaßend. Gefällt mir – danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.