Gedanken zum Weltfrauentag

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Heute ist der 08. März und somit der internationale Frauentag. Ein Tag für Frauen von Frauen und ein wichtiger Tag, der den Kampf für eine echte und wahrhaftige Geschlechtergerechtigkeit sichtbar machen soll. Ja, nach wie vor kämpfen Frauen weltweit für Gleichberechtigung, für Respekt und gegen Diskriminierung. Meine Gedanken möchte ich heute in einem etwas kürzeren Blogpost teilen.

Unsere Verfassung besagt in Artikel 3, dass alle Menschen gleich und dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind:

„Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.“

Soweit die gesetzliche Grundlage. Die Frage ist, ob wir auch innerhalb der Gesellschaft so leben, dass Artikel 3 umgesetzt werden kann? Also sind Frauen und Männer bzw. alle Menschen, egal welchen Geschlechts, tatsächlich und ganz real gleichberechtigt?

So sieht die Situation vieler Frauen aktuell aus:

  • Frauen werden häufig für die gleiche Tätigkeit schlechter bezahlt als Männer.
  • Frauen sind in Führungspositionen unterrepräsentiert.
  • Frauen sind vermehrt von Armut betroffen als Männer.
  • Frauen werden strukturell diskriminiert (z.B. Beruf und Familie unter einen Hut zu bekommen ist für den Mann leichter als für die Frau).
  • Es sind vor allem Frauen, die Care-Arbeit leisten.
  • Frauenkörper sind noch nicht frei (siehe Debatte um §§ 218, 219).

Auch wenn in den letzten 100 Jahren einiges passiert ist und Frauen sich viele Rechte erkämpft haben, sind wir von einer gelebten Gleichberechtigung (leider) noch weit entfernt. Hierbei geht es nicht um Sonderbehandlungen, Sonderstellungen oder Bevorzugungen von Frauen in bestimmten Bereichen oder in der Gesellschaft, sondern es geht um die Umsetzung der Menschenrechte für alle Geschlechter. Es geht darum Menschenrechte allen Menschen gleichermaßen zuzugestehen und nicht nur bestimmten privilegierten Personen. Es geht darum ein Bewusstsein zu schaffen, dass gesellschaftliche und politische Strukturen für bestimmte Personengruppen – unter anderem für Frauen – diskriminierend und benachteiligend sind.

Der 08. März ist ein wichtiger Tag. Und doch zählt jeder einzelne Tag im Jahr, an dem Frauen bzw. Menschen, die aufgrund bestimmter Merkmale diskriminiert und benachteiligt werden, sichtbar sind und an dem wir laut und deutlich äußern, dass Menschenrechte für alle da sind. Punkt.

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